Auf diesem Gebiet war der Belgische Arbeitgeberverband (FEB) immer sehr stark, um mit neutralen Wörtern die faulsten Vorschläge umschreiben. Eine starke Aktivierung der Arbeitslosen bedeutet, die entlassenen Arbeitnehmer schnell vom

Anspruch auf Arbeitslosenunterstützungen auszuschließen.
Aber welches Interesse hat der FEB, die Arbeitnehmer in Armut zu versetzen?

Die erste Motivierung des FEB besteht zweifellos darin, die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung zugunsten einer x. Senkung der Sozialbeiträge zu vermindern.

Diese Motivierung ist mindestens dreifach skandalös.

  • Weil der FEB, indem er sich sowohl an der Finanzierung als auch an den Leistungen der sozialen Sicherheit vergreift, so versucht unserer sozialen Sicherheit den progressiven Todesstoss zu geben.
  • Weil der FEB sich an den Schwächsten loslässt, den Opfern der Wirtschaftskrise. In dieser Logik sind die Opfer von Opel oder Carrefour für den FEB bereits die Profiteure der Arbeitslosenentschädigung von morgen.
  • Weil, indem der FEB auf diese Art und Weise überlegt, es in etwa so ist, als ob man, eine Krebsbehandlung zeitlich begrenzen würde, um die Ausgaben für das Gesundheitswesen zu senken, und das unter dem Vorwand, dass die kranke Person nicht genug Enthusiasmus bewiesen hätte, gesund zu werden…

Neben ihren unmenschlichen Aspekten führt diese Forderung des FEB in keinster Weise dazu, die kollektiven Kosten für Arbeitsplatzverluste zu senken. In der Tat, da man in Belgien noch nicht beschlossen hat, die Leute an Hunger sterben zu lassen, würden die Kosten auf die lokalen Budgets über die ÖSHZ verlegt.

„Aktivierung der Sozialleistungsempfänger“: eine künftige Forderung des FEB? Die zweite Motivierung des FEB ist noch hinterhältiger.

Der entlassen Arbeitnehmer mit einer kurzen Kündigungsfrist, bezieht schnell Arbeitslosenzulagen. Verfolgt durch das ONEm wird er schnell ausgeschlossen.

Und schon haben wir einen unsicheren, geschwächten, manchmal armen Arbeitnehmer, der nur zu glücklich sein wird, einen schlecht bezahlten, flexiblen „Job“ zu akzeptieren, der außerdem schlechte Arbeitsbedingungen umfasst. Besser noch, der Arbeitgeber kann wie ein weißer Ritter zur Hilfe der Politiker in äußerster Bedrängnis kommen, indem er diese schlechten Jobs schafft. Die Belohnung geschieht in Form einer kollektiven Übernahme eines Teils dieser Löhne; immer geringere Löhne für die Arbeitnehmer, aber immer teurer für die Kollektivität.